Der Holzskulpturenweg in Frutigen ist weit mehr als eine klassische Wanderung im Berner Oberland. Auf rund zehn Kilometern verbindet dieser Rundweg beeindruckende Handwerkskunst mit der wilden Schönheit der Engstlige. Da wir in Frutigen leben, gehört diese Strecke zum festen Repertoire, allerdings mit einem ganz spezifischen Kniff für unsere Vierbeiner.

Wandern zwischen Skulpturen und Wasserläufen
Vom Bahnhof Frutigen aus führt der Weg schnell in den lichten Engstligenwald. Das Besondere für Hunde: Die Route verläuft entlang des Flussufers. Die Engstlige bietet mit ihrem Kiesbett immer wieder perfekte Stellen für eine willkommene Abkühlung. Da der Weg meist im Schatten der Bäume liegt und oft angenehm ruhig ist, kommen hier auch geräuschempfindliche Hunde voll auf ihre Kosten.


Die Herausforderung: Die Hängebrücke Hostalde
Ein Highlight der Tour ist zweifellos die 153 Meter lange Hängebrücke Hostalde. Doch hier ist Vorsicht geboten: Die Brücke verfügt über einen Gitterrost. Für viele Hunde, wie unseren unsicheren Domino, ist das nicht nur unangenehm an den Pfoten, sondern auch mental eine echte Hürde. Wir teilen die Strecke mit Domino deshalb auf, um die BRücke zu vermeiden. Delia können wir aber problemlos über dei Brücke tragen. Wichtig: Gitterroste und Brücken können bei unsicheren Tieren Panik auslösen!

Mountain-Paw-Tipp:
Du musst die Brücke nicht zwingend überqueren, um den Weg zu geniessen. Da wir direkt in Frutigen wohnen, laufen wir die Strecke oft in zwei Etappen an unterschiedlichen Tagen. So geniessen wir die Abschnitte vor und nach der Brücke, ohne die Hunde dem Stress des Gitterrosts auszusetzen. Wenn du den kompletten Rundweg gehen möchtest, solltest du Trittfestigkeit und Mut bei deinem Hund voraussetzen oder bereit sein, dein Tier gegebenenfalls zu tragen (bei kleineren Hunden). Panik auf dem Arm wird hier aber gefährlich!
- Zecken-Check nach der Tour: Wenn du mit eurem Hund im Engstligenwald unterwegs sbist, solltest du nach der Wanderung unbedingt einen gründlichen Zecken-Check durchführen. Aufgrund der Feuchtigkeit in Flussnähe und des hohen Grasanteils an einigen Abschnitten ist das Zeckenaufkommen hier oft sehr hoch. Ein wirksamer Schutz vorab und das Absuchen danach sind auf dieser Route Pflicht.
- Regeln im Wildschutzgebiet: Da die Tour durch markierte Wildschutzgebiete führt, gelten hier die klaren Berner Regeln: In den Schutzzonen herrscht strikte Leinenpflicht. Dies dient nicht nur dem Schutz der Wildtiere, sondern sorgt auch für ein entspanntes Miteinander auf den Pfaden.
Fazit
Ein abwechslungsreicher Weg für Entdecker. Der Holzskulpturenweg ist eine ideale Route für warme Tage, da der Wald und die Engstlige viel Kühlung bieten. Er macht uns aber auch im Winter Spass. Für Hundehalter ist die Tour technisch unbedenklich, sofern man die Hängebrücke Hostalde aufgrund des Gitterrosts entweder grossräumig umgeht oder die Wanderung in zwei Etappen aufteilt. Auf der Route gibt es viele Zecken, bitte suche deinen Hund im Abschluss gut ab.
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