Graubünden ist das grösste Wanderparadies der Schweiz, stellt uns Hundehalter aber vor ein Dickicht aus lokalen Vorschriften. Da der Kanton den Gemeinden viel Spielraum lässt, variieren Leinenpflicht und Regeln teils von Tal zu Tal. Besonders im Fokus stehen hier der Schutz der Wildtiere in den Bergen sowie das korrekte Verhalten auf den weitläufigen Alpweiden mit Mutterkühen und Herdenschutzhunden.
Die Regelungen im Überblick
| Thema | Regelung im Kanton Graubünden |
| Leinenpflicht | Keine generelle kantonale Pflicht im Wald. Aber: Starke Gemeindehoheit! Viele Gemeinden haben eigene Leinenpflichten auf Wanderwegen. |
| Öffentlicher Verkehr | Keine kantonalen Vorgaben. Bergbahnen und Verkehrsbetriebe bestimmen eigene Regeln. |
| Rasselisten | Nein. In Graubünden gibt es keine kantonalen Rasselisten oder Verbote für bestimmte Hunderassen. |
| Maulkorb | Keine kantonale Pflicht. Diese kann jedoch individuell von Gemeinden oder Bergbahnen/Gastbetrieben verlangt werden. |
| Mutterkühe | Hohe Präsenz auf Wanderwegen. Vorbildliche Live-Tracking-Karten gibt es beispielhaft für Regionen wie Flims/Laax. |
| Herdenschutz | Haupteinsatzgebiet! Digitale Karten (map.geo.admin.ch) unter dem Suchbegriff «Alpweiden mit Herdenschutzhunden» zwingend prüfen. |
| Touristen-Steuer | Je nach Gemeinde unterschiedlich. In Tourismuszentren wie Flims/Laax/Falera für Kurzaufenthalter meist befreit. |
Datenquellen:
- Hundegesetz & Aufsicht: Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit (ALT) Graubünden
- Jagd & Wildschutz: Amt für Jagd und Fischerei (AJF) Graubünden
- Wildruhezonen: wildruhezonen.ch (Wichtig: Leinenpflicht auf Wegen durch Schutzgebiete!)
- Live-Karte (Beispiel Flims/Laax): Mutterkuh- & Herdenschutz-Tracking
- Herdenschutz national: Offizielle Bundeskarte (Admin.ch)
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Wildnis und Weiden: Unterwegs mit Hund im Kanton Graubünden
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